erstattungen sind die Risikoinventuren, deren ein-
heitliches, nachvollziehbares, systematisches und
permanentes Vorgehen auf folgenden Bewertungs-
inhalten und -schemata für Risiken fußt.
In einer einheitlichen Systematik eines Risikokatalo-
ges – getrennt nach Risikozonen und Risikofeldern –
werden die Risiken ermittelt und bewertet. Der Risi-
kokatalog umfasst sowohl strategische als auch ope-
rative Risiken. Zwecks Konkretisierung und Priorisie-
rung werden in der WWS Herford die Risiken hin-
sichtlich Schadensausmaß und Eintrittswahrschein-
lichkeit bewertet bzw. eingeschätzt. Als Bezugsgröße
für die Bewertung bzw. Einschätzung des Schadens-
ausmaßes eines Risikos dient fast ausschließlich
unter Berücksichtigung des vorliegenden Geschäfts-
modells die Liquiditätsauswirkung. In den Fällen, in
denen ein Risiko keine direkte Liquiditätsauswirkung
hat, wird auf den Ergebniseffekt abgestellt. Die Be-
wertung bzw. Einschätzung bezieht sich in diesen
Fällen auf Abweichungen vom geplanten Ergebnis
des vom Aufsichtsrat verabschiedeten Wirtschafts-
plans. In der WWS Herford wird zur Bewertung der
Risiken eine Bewertungsmatrix herangezogen, die in
einem Ampelsystem (rot, gelb, grün) die einzelnen
Risikomeldungenmit ihren gewichteten Erwartungs-
werten (Auswirkung gewichtet mit der Eintritts-
wahrscheinlichkeit) eingruppiert.
4.2 Gesamteinschätzung der Risiken und Chancen
ImNachfolgenden erläuternwir zunächst allgemeine
Risikosachverhalte wie„Makroökonomische Risiken“
und„Marktbezogene Risiken“. Danach gehenwir aus
den insgesamt ermittelten Risiken auf die, aus Sicht
der Gesellschaft besonders relevanten Risiken und
deren Steuerungsmaßnahmen ein. Insgesamt sieht
die Geschäftsführung für die Geschäftsjahre 2015
und 2016 keine bestandsgefährdenden Risiken für
dieWWS Herford.
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Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015
3. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung gemäß § 289
Abs. 2 Nr. 1 HGB sind nach dem 31. Dezember 2015
nicht eingetreten.
4. Chancen- und Risikobericht
4.1 Risikomanagement
Die Konzernholding HVV Herforder Versorgungs-
und Verkehrs-Beteiligungs-GmbH (HVV) verfügt
über ein konzernweites Risikomanagementsystem
(RMS). Wichtiger Bestandteil des RMS ist das kon-
zernweite Risikofrüherkennungssystem. Das System
wird durch das IT-Tool „RISK Manager“ unterstützt.
Die Koordination und Überwachung des Gesamt-
systems, die Organisation der Ablaufprozesse sowie
die Instrumentenverantwortung für das eingesetzte
IT-Tool obliegen dem Bereich „Risikomanagement“
der HVV. Diese implementierte Organisa- tions-
struktur ermöglicht ein einheitliches, nachvollzieh-
bares, systematisches und permanentes Vorgehen.
Damit sind die Voraussetzungen zur Identi- fikation,
Analyse, Bewertung, Steuerung, Dokumentation,
Kommunikation und Historisierung von Risiken ge-
schaffen. Dieses System erfüllt die rechtlichen Rah-
menbedingungen.
Die Ergebnisse der jährlich durch die Geschäftslei-
tung derWWS Herford durchgeführten Risikoinven-
turen werden an die Aufsichtsgremien berichtet.
Ergänzend werden zwischen der Geschäftsführung
und dem Risikomanagement die Bewertung und
Steuerung der erkannten Risiken diskutiert und, so-
fern notwendig, Änderungen beschlossen und um-
gesetzt. Neben den quartalsweisen Risikoberichten
an den Aufsichtsrat der WWS Herford besteht an-
lassbezogen für gravierende Risiken eine sofortige
Benachrichtigungspflicht. Die Basis aller Bericht-




