Risikozone Informations-
und Kommunikationsrisiken
Nach demWWS Herford-Bewertungsschema han-
delt es sich hier um nicht wesentliche Risiken.
DieWWS Herford-Unternehmen nutzen SAP als Ge-
schäftsanwendung. Für einzelne Geschäftsprozesse
sind darüber hinaus Spezialanwendungen im Ein-
satz. Die von einem externen Dienstleister betriebe-
nen Systemkomponenten sind für kritische Ge-
schäftsprozesse redundant ausgelegt. Mit Dienst-
leistern sind angemessene Servicelevel vereinbart.
Technologische Trends werden laufend beobachtet
und hinsichtlich ihres möglichen Beitrags zur Pro-
zess- und/oder Kostenoptimierung bewertet. Durch
mobile Anwendungen und Digitalisierung werden
interne operative Geschäftsprozesse verschlankt.
Darüber hinaus kommen digitale Service-Plattfor-
men für unternehmensübergreifende Geschäfts-
prozesse mit Geschäftspartnern zum Einsatz (z.B.
Handwerker- und Versicherungsportal).
4.4. Chancenbericht
Chancen bestehen für dieWWS in der erfolgreichen
Umsetzung der
Agenda HerfordWohnen
. Als größter
Vermieter in der Stadt Herford kann die Gesellschaft
ihre Marktführerschaft nutzen und durch die geziel-
ten Investitionen ein attraktives„Produkt“ Wohnung
anbieten. Die Geschäftsführung geht davon aus,
dass sich dies in einer hohen Vermietungsquote, in
einer geringeren Fluktuation und in höheren Durch-
schnittsmieten niederschlagen wird. Die ersten Mo-
nate des Jahres 2016 bestätigen diese Annahmen.
Ein begünstigender Faktor ist, dass überregionale An-
bieter mit größeren Immobilienbeständen in Herford
geringere Investitionen in ihre Wohnungsbestände
tätigen.Mittelfristigwird sich das Qualitätsgefälle zu
denWohnungen derWWS Herfordweiter verstärken.
Im frei finanzierten Wohnraum sind regelmäßige
Mietspiegelanpassungen und Anpassungen an
Marktmieten als wesentlicheWachstumstreiber zu
betrachten. Im preisgebundenen Bestand werden in
regelmäßigen Abständen Anpassungen der Kosten-
mieten durchgeführt. Da in den kommenden Jahren
kontinuierlich Mietpreisbindungen in Teilen des öf-
fentlich geförderten Bestands auslaufen, ergeben
sich teilweise hohe Mietanpassungspotenziale. Als
zusätzliche Chance kann die Vermietungsquote auf
vergleichbarer Fläche weiter gesteigert werden.
36
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015
Risikofeld Zinsänderungen
Nach demWWS Herford-Bewertungsschema han-
delt es sich hier um nicht wesentliche Risiken.
Das Zinsänderungsrisiko entsteht imWesentlichen
aus Finanzierungsvereinbarungen, denen keine lang-
fristige Zinsvereinbarung zugrunde liegt. Durch die
Vereinbarung von Festzinsvereinbarungen sind die
Bankverbindlichkeiten imWesentlichen langfristig
abgesichert, so dass aufgrund der bestehenden Fi-
nanzierungsstruktur kein signifikantes Zinsände-
rungsrisiko absehbar ist.Weiterhin bietet das aktu-
elle Niedrigzinsumfeld unverändert die Chance,
niedrigere Zinskosten zu realisieren. Durch variable
Zinsvereinbarungen bei langfristigen Darlehensver-
einbarungenmit der Option auf den Abschluss einer
langfristigen Zinsbindung wird für einen Teil des
Darlehensportfolios die Chance des Niedrigzinsum-
feldes ausgenutzt.
Risikozone Rechtliche Risiken
Nach demWWS Herford-Bewertungsschema han-
delt es sich hier um nicht wesentliche Risiken.
Allgemeine rechtliche Risiken sowie bei Materiali-
sierung des Risikos sich ergebende Nachteile für die
WWS Herford können insbesondere entstehen,
wenn rechtliche Vorgaben nicht oder nicht ausrei-
chend beachtet werden. Zudem können Risiken ent-
stehen, wenn neue Gesetze oder Verordnungen
erlassen oder bestehende geändert werden oder
sich die Auslegung bestehender Gesetze oder Ver-
ordnungen ändert. So können beispielsweise in Be-
zug auf die technische Ausstattung der Gebäude
oder die Gestaltung der Mietverträge Risiken für die
Wohnimmobilien der WWS Herford entstehen. Als
Beispiele können hier die Gesetzgebung zur soge-
nannten Mietpreisbremse, die Trinkwasserverord-
nung (Legionellen) oder die neueVerbraucherrechte-
richtlinie angeführt werden. Die WWS Herford be-
obachtet diese Entwicklungen, um diese Risiken
rechtzeitig zu erkennen. Sollten diese Risiken auftre-
ten, mindert dieWWS Herford deren Auswirkungen
durch geeignete organisatorische Maßnahmen wie
beispielsweise die entsprechende Anpassung von
Verträgen oder die Planung von Modernisierungs-
maßnahmen. Soweit erforderlich, werden entspre-
chende Rückstellungen gebildet bzw. Wertberich-
tigungen vorgenommen.




