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Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

Im Jahr 2016 dürfte sich dieWohnungsbautätigkeit

weiter beleben, so dass die Zahl der neu genehmig-

ten Wohnungen mit rund 330.000 Wohnungen

deutlich steigt. Dieser Zuwachs dürfte weiterhin

schwerpunktmäßig von einer Ausweitung des Miet-

wohnungsneubaus getragen werden.

Die Zahl der Fertigstellungen läuft den Baugeneh-

migungen seit einigen Jahren auf deutlich niedrige-

rem Niveau hinterher. So dürften 2015 nach ersten

Schätzungen 265.000 Wohnungen neu auf den

Markt gekommen sein. Auch im laufenden Jahr 2016

dürfte die Zahl der Fertigstellungen die Zahl von

300.000 noch nicht überschreiten.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

und des Geschäftsergebnisses der WWS Herford

Die langfristige Unternehmensstrategie der WWS

Herford

Agenda HerfordWohnen

wurde im Septem-

ber 2008 durch den Rat der Hansestadt Herford

beschlossen. Im Rahmen dieser Agenda wird das

Wohnungsangebot durch gezielte Investitions- und

Modernisierungsmaßnahmen deutlich aufgewertet.

Im Zusammenspiel mit Werbemaßnahmen wird

die Stellung als lokaler Marktführer ausgebaut, so

dass die Ertragskraft der WWS Herford durch ge-

sunkene Leerstände und ein höheres Mietniveau

deutlich gesteigert wird.

Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2015

imVergleich zum Planansatz um 215 T

auf 19.478 T

(im Vorjahr: 18.120 T

) erhöht. Diese positive Abwei-

chung zum Planansatz ist auf einen Anstieg der Er-

löse aus der Vermietung (+ 103 T

) und aus Betreu-

ungsleistungen (+ 112 T

) zurückzuführen. Von den

Umsatzerlösen entfielen 18.053T

(imVorjahr 17.811 T

)

auf die Hausbewirtschaftung, 858 T

(im Vorjahr

282 T

) auf denVerkauf von Grundstücken und 567 T

(im Vorjahr 27 T

) auf die Betreuungstätigkeit. Von

den Erlösen aus Betreuungstätigkeit entfielen 2015

erstmalig auf die Facility Management Tätigkeit für

Dritte 207 T

und auf den Dienstleistungsbereich

Wohnraumbeschaffung für Flüchtlinge 339 T

.

Rund 303.000 Baugenehmigungen im Jahr 2015 –

Zuwachs bei Mehrfamilienhäusern und bei Eigen-

heimen

Im Jahr 2015 dürften nach letzten Schätzungen Ge-

nehmigungen für rund 303.000 neue Wohnungen

auf den Weg gebracht worden sein. Dies entspricht

einer Steigerung um 6,3 Prozent gegenüber dem

Vorjahr. 2014 hatte der Anstieg noch bei 4,6 Prozent

gelegen.

Der Mietwohnungsneubau wuchs wie in den Vor-

jahren am schnellsten (+ 15,7 Prozent). Mit rund

65.000 neu genehmigten Wohneinheiten entstan-

den fast 9.000Mietwohnungenmehr als imVorjahr.

Der Neubau von Eigentumswohnungen ging dage-

gen, nach deutlichem Expansionskurs in den ver-

gangenen drei Jahren, 2015 erstmals wieder leicht

zurück (– 2,7 Prozent). Im Geschosswohnungsbau

insgesamt wurden 135.000 Wohnungen auf den

Weg gebracht.

Die Genehmigungen bei Ein- und Zweifamilienhäu-

sern zeigten 2015 nach einemAuf und Ab in den ver-

gangenen Jahren wieder höhere Zuwächse. Im

Vergleich zu 2014 stieg die Zahl der genehmigten

Wohnungen in Eigenheimen um 5,7 Prozent auf

113.500 Einheiten. Noch immer werden allerdings

mehrWohnungen imGeschosswohnungsbau als in

Ein- oder Zweifamilienhäusern auf den Weg ge-

bracht.

Insgesamt kann bei einem Genehmigungsvolumen

von rund 303.000 Einheiten im Jahr 2015 davon aus-

gegangen werden, dass etwa 147.000 dieser Woh-

nungen zur Vermietung zur Verfügung stehen

werden. Dabei wird berücksichtigt, dass auch von

den neu genehmigten Ein- und Zweifamilienhäu-

sern sowie von den Eigentumswohnungen ein Teil

vermietet wird und die in Wohnheimen erstellten

Wohnungen vollständig sowie ein Großteil der durch

Maßnahmen im Bestand erstelltenWohneinheiten

den Mietwohnungen zuzurechnen sind.