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1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

DeutscheWirtschaft setzt Wachstumskurs fort

Die Konjunktur in Deutschland entwickelt sich

weiterhin positiv. Das preisbereinigte Bruttoin-

landsprodukt war nach ersten Berechnungen des

Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt

2015 um 1,7 Prozent höher als imVorjahr. Eine robuste

Binnenkonjunktur hat dabei die schwächere Export-

dynamik kompensiert. Während im ersten Quartal

auch die Exporte noch Impulse lieferten, war zuletzt

vor allem der Konsum die tragende Säule der Kon-

junktur. Der private Konsumnahm, gestützt auf stei-

gende Beschäftigungszahlen und wachsende Ein-

kommen, deutlich zu. Der Staatskonsum expan-

dierte nicht zuletzt bedingt durch Hilfsleistungen

für Flüchtlinge ebenfalls stark. Damit setzte die

deutscheWirtschaft das robusteWachstumdes Jah-

res 2014 (+ 1,6 Prozent) fort. In den beiden vorange-

gangenen Jahren war das Bruttoinlandsprodukt sehr

viel moderater gewachsen. In längerfristiger Be-

trachtung lag das Wirtschaftswachstum 2015 gut

über demDurchschnittswert der letzten zehn Jahre,

der + 1,3 Prozent betrug.

Angesichts der gemischten externen Impulse dürfte

die deutsche Konjunktur aufgrund der starken Bin-

nennachfrage 2016 nur etwas mehr Fahrt aufneh-

men. Die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts

dürfte nachMeinung der führendenWirtschaftsfor-

schungsinstitute in Deutschland im laufenden Jahr

bei etwa 1,8 Prozent liegen.

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts

trugen sowohl das Produzierende Gewerbe als auch

fast alle Bereiche des Dienstleistungsgewerbes zur

wirtschaftlichen Belebung im Jahr 2015 bei. Insge-

samt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung

aller Wirtschaftsbereiche im Jahr 2015 gegenüber

demVorjahr um 1,6 Prozent. DieWirtschaftsleistung

der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft ist um

1,3 Prozent gewachsen.

Im Baugewerbe kam es im Jahr 2015 – trotz über-

wiegend milderWitterung in denWintermonaten –

zu einem leichten Rückgang der wirtschaftlichen

Leistung von – 0,2 Prozent. Das Niveau des Vorjahres,

das durch einen kräftigen Anstieg erreicht wurde,

konnte 2015 also nicht ganz gehalten werden.

Erwerbstätigkeit und Zuwanderung erreichen den

höchstenWert seit der Wiedervereinigung

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im

Jahresdurchschnitt 2015 erstmals vonmehr als 43Mil-

lionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland

erbracht. Das ist der höchste Stand seit der deut-

schen Vereinigung. Nach ersten vorläufigen Berech-

nungen des Statistischen Bundesamtes waren im

Jahr 2015 rund 329.000 Personen oder 0,8 Prozent

mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Damit setzte

sich der seit zehn Jahren anhaltende Aufwärtstrend

fort. Der Anstieg fiel im Jahr 2015 nur geringfügig

schwächer aus als im Jahr 2014 (+0,9 Prozent). Eine

gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Be-

völkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Ar-

beitskräfte glichen dabei negative demografische

Effekte aus. Isoliert betrach- tet hätte die Alterung

der Bevölkerung das Arbeitskräfteangebot im Jahr

2015 um 320.000 schrumpfen lassen. Ein Demogra-

fieeffekt in gleicher Höhe ist auch 2016 zu erwarten.

Das kontinuierliche Wirtschaftswachstum und der

anhaltend günstige Trend der Arbeitsmarktentwick-

lung haben Deutschland in den Jahren seit 2010

zu einem Hauptwanderungsziel der EU-Binnen-

migration werden lassen. Die tatsächliche Nettozu-

wanderung im Jahr 2015 kann aufgrund der unvoll-

ständigen Registrierung der zusätzlich zur EU-

Migration zuwandernden Flüchtlinge noch nicht

abschließend beziffert werden.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

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Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014