gesamt
Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses der WWS Herford Die langfristige Unternehmensstrategie der WWS Herford Agenda HerfordWohnen wurde im Septem- ber 2008 durch den Rat der Hansestadt Herford beschlossen. Im Rahmen dieser Agenda wird das Wohnungsangebot durch gezielte Investitions- und Modernisierungsmaßnahmen deutlich aufgewertet. Im Zusammenspiel mitWerbemaßnahmen wird die Stellung auf dem lokalen Markt kontinuierlich aus- gebaut, so dass die Ertragskraft der WWS Herford durch gesunkene Leerstände und ein höheres Miet- niveau deutlich gesteigert wird. Die Umsatzerlöse haben sich imGeschäftsjahr 2018 imVergleich zumVorjahr um 155 T € auf 19.807 T € (im Vorjahr: 19.652 T € ) erhöht. Von den Umsatzerlösen entfielen 19.040 T € (im Vorjahr 18.559 T € ) auf die Hausbewirtschaftung, 600T € (imVorjahr 926T € ) auf die Betreuungstätigkeit und 167 T € (Vorjahr 167 T € ) auf andere Lieferungen und Leistungen. Von den Er- lösen aus Betreuungstätigkeit entfielen im Jahr 2018 auf die FM-/Verwaltungstätigkeit für Dritte 245 T € (Vorjahr 235 T € ) und auf den Bereich Wohnraumbe- schaffung für Flüchtlinge 355 T € (Vorjahr 691 T € ). Die Vermietungsquote zum 31.12.2018 beträgt 98,6 Prozent. In Tabelle 1 ist die Entwicklung der Leer- standsquote (nicht vermieteteWohnungen und Ge- werbeobjekte/Gesamtbestand) nachzuvollziehen. In Tabelle 2 ist die Entwicklung der Fluktuation (An- zahl der Kündigungen/Gesamtbestand) nachzuvoll- ziehen. Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge (1.110 T € ; Vorjahr 839 T € ) ist imWesentlichen auf ge- stiegene Erträge aus Versicherungserstattungen (369 T € ; Vorjahr 183 T € ) und auf Erträge aus der Auf- lösung von Rückstellungen (311 T € ; 90T € ) zurückzu- führen. Der Anstieg des Materialaufwandes (8.537 T € ; Vorjahr 8.150 T € ) ist imWesentlichen durch die Zu- nahme der Aufwendungen für Versicherungsschä- den und gestiegene Aufwendungen für die Herstel- lung der Verkehrssicherheit zu erklären. In Tabelle 3 ist die Entwicklung der Kosten für die qualitative Bestandspflege (Instandhaltung, Modernisierung) nachzuvollziehen. 29 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 Insgesamt kann bei einem Genehmigungsvolumen von rund 352.000 Wohnungen im Jahr 2018 davon ausgegangen werden, dass etwa 182.000 dieser neu genehmigten Wohnungen zur Vermietung zur Ver- fügung stehen werden. Dabei wird berücksichtigt, dass auch von den neu genehmigten Ein- und Zwei- familienhäusern sowie von den Eigentumswohnun- gen ein Teil vermietet wird, die in Wohnheimen er- stellten Wohnungen vollständig sowie ein Großteil der durchMaßnahmen imBestand erstelltenWohn- einheiten den Mietwohnungen zuzurechnen sind. Im laufenden Jahr 2019 wird das Genehmigungs- volumen angesichts der weiter günstigen Nach- frageindikatoren erneut moderat zulegen. Denn nach wie vor ist die Nachfrage nach Wohnraum in den Städten groß, wenngleich viele Haushalte neu- erdings wieder in das nahe Umland abwandern. Allmählich fallen zudem wichtige Impulse für den Wohnungsneubauboom schwächer aus. Die großen Zentralbanken haben den Ausstieg aus der ultra- lockeren Geldpolitik eingeleitet. Die US-Notenbank hat bereits die Leitzinsen behutsam erhöht. Und auch die EZB hat angekündigt, das Anleihenkaufpro- gramm zu beenden und eine geldpolitische Norma- lisierung herbeizuführen. Dies zeigt sich bereits im leichten Anstieg der Zinsen fürWohnungsbaukredite. Das Genehmigungsvolumen dürfte in diesem Zuge 2019 deutlich schwächer als in den Boomjahren um knapp 2,3 Prozent auf 360.000Wohneinheiten steigen. 28 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 Wohnungsbaugenehmigungen wieder mit Zuwachs – 2019 weitere Zunahme erwartet Im Jahr 2018 dürften nach letzten Schätzungen Ge- nehmigungen für rund 352.000 neue Wohnungen auf denWeg gebracht worden sein. Dies entspricht einem leichten Zuwachs von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Genehmigungsboom ist damit nicht beendet, das Wachstum schlägt allerdings im Vergleich zu denVorjahren eine deutlich langsamere Gangart ein. Dabei markiert der deutliche Baugenehmigungs- rückgang im Jahr 2017 einen Sondereffekt, ausgelöst durch die Verschärfung der Energieeinsparverord- nung (EnEV) im Jahr zuvor. Die betroffenen Bauher- ren wollten sich durch eine vorgezogene Geneh- migung der Vorhaben schlicht eine Durchführung nach dem alten Standard sichern. Dazu war ein vor- gezogener Bauantrag bis Ende Dezember 2015 aus- reichend. Die Baugenehmigung hingegen wurde oft erst einige Monate später erteilt und in der Statistik erfasst. Seit Anfang 2016 gilt die verschärfte EnEV, die ein deutliches Plus an Bauwerkskosten von 7 Pro- zent verursacht. 6 Der Mietwohnungsneubau legte 2018 etwas über demDurchschnitt zu (+2,2 Prozent). Deutlich stärker zogen hingegen die Zahlen für neu genehmigte Eigentumswohnungen an (+9,5 Prozent). Mit rund 96.000 neu genehmigtenMietwohnungen wurden 2018 aber erneut mehr Miet- als Eigentumswoh- nungen auf den Weg gebracht. Insgesamt lag das Genehmigungsvolumen imGeschosswohnungsbau bei 182.000Wohneinheiten – imVergleich zumVor- jahr eine Steigerung um 5,6 Prozent. Die Genehmigungen bei Ein- und Zweifamilienhäu- sern waren 2018 erneut leicht rückläufig und sanken auf 111.000 Einheiten. Damit liegt das Genehmi- gungsvolumen im Geschosswohnungsbau nun be- reits seit sieben Jahren über dem im Ein- und Zwei- familienhausbau – und das mit steigender Tendenz. 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 in % 1,4 2,4 1,2 1,7 2,6 3,2 4,1 5,1 8,7 7,9 1) Leerstandsquote 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 in % 9,4 9,7 10,7 10,8 12,0 11,3 13,0 13,1 13,0 14,5 2) Fluktuationsrate 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 in €/m²/a 39,94 37,36 38,90 40,88 42,66 39,90 55,08 56,76 74,77 44,24 3) Kosten für Instandhaltung und Modernisierung 6) ARGE//eV und InWIS (2016): Instrumentenkasten für wichtige Handlungsfelder der Wohnungs- politik. Bochum
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