WWS Geschäftsbericht 2017

Technologische Trends werden laufend beobachtet und hinsichtlich ihres möglichen Beitrags zur Pro- zess- und/oder Kostenoptimierung bewertet. Durch mobile Anwendungen und Digitalisierung werden interne operative Geschäftsprozesse verschlankt. Darüber hinaus kommen digitale Service-Plattfor- men für unternehmensübergreifende Geschäfts- prozesse mit Geschäftspartnern zum Einsatz (z.B. Handwerker- und Versicherungsportal). 3.4. Chancenbericht Chancen bestehen für die WWS Herford in der er- folgreichen Umsetzung der Agenda HerfordWohnen . Als größter Vermieter in der Stadt Herford kann die Gesellschaft ihre Marktführerschaft nutzen und durch die gezielten Investitionen ein attraktives „Pro- dukt“ Wohnung anbieten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich dies in einer hohen Ver- mietungsquote, in einer geringeren Fluktuation und in höheren Durchschnittsmieten niederschlagen wird. Die ersten Monate des Jahres 2018 bestätigen diese Annahmen. Ein begünstigender Faktor ist, dass die überregiona- len Anbieter mit größeren Immobilienbeständen in Herford geringere Investitionen in ihre Wohnungs- bestände tätigen. Mittelfristig wird sich das Quali- tätsgefälle zu den Wohnungen der WWS Herford weiter verstärken. Im frei finanzierten Wohnraum sind regelmäßige Mietspiegelanpassungen und Anpassungen an Marktmieten als wesentliche Wachstumstreiber zu betrachten. Im preisgebundenen Bestand werden in regelmäßigen Abständen Anpassungen der Kosten- mieten durchgeführt. Da im Jahr 2028 Mietpreisbin- dungen inTeilen des öffentlich geförderten Bestands auslaufen, ergeben sich teilweise hohe Mietan- passungspotenziale. Als zusätzliche Chance kann die Vermietungsquote auf vergleichbarer Fläche weiter gesteigert werden. 38 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 3.3.4 Risikozone Rechtliche Risiken Nach demWWS Herford-Bewertungsschema han- delt es sich hier um nicht wesentliche Risiken. Allgemeine rechtliche Risiken sowie bei Materiali- sierung des Risikos sich ergebende Nachteile für die WWS Herford können insbesondere entstehen, wenn rechtliche Vorgaben nicht oder nicht ausrei- chend beachtet werden. Zudem können Risiken ent- stehen, wenn neue Gesetze oder Verordnungen erlassen oder bestehende geändert werden oder sich die Auslegung bestehender Gesetze oder Ver- ordnungen ändert. So können beispielsweise in Be- zug auf die technische Ausstattung der Gebäude oder die Gestaltung der Mietverträge Risiken für die Wohnimmobilien der WWS Herford entstehen. Als Beispiele können hier die Gesetzgebung zur soge- nannten Mietpreisbremse, die Trinkwasserverord- nung (Legionellen) oder die neue Verbraucher- rechterichtlinie angeführt werden. DieWWS Herford beobachtet diese Entwicklungen, um diese Risiken rechtzeitig zu erkennen. Sollten diese Risiken auf- treten, mindert dieWWS Herford deren Auswirkun- gen durch geeignete organisatorische Maßnahmen, wie beispielsweise die entsprechende Anpassung von Verträgen oder die Planung von Modernisie- rungsmaßnahmen. Soweit erforderlich, werden ent- sprechende Rückstellungen gebildet bzw. Wertbe- richtigungen vorgenommen. 3.3.5 Risikozone Informations- und Kommunikationsrisiken Nach demWWS Herford-Bewertungsschema han- delt es sich hier um nicht wesentliche Risiken. Die WWS Herford-Unternehmen nutzen SAP als Geschäftsanwendung. Für einzelne Geschäftspro- zesse sind darüber hinaus Spezialanwendungen im Einsatz. Die von einem externen Dienstleister be- triebenen Systemkomponenten sind für kritische Geschäftsprozesse redundant ausgelegt.Mit Dienst- leistern sind angemessene Servicelevel vereinbart.

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