WWS Geschäftsbericht 2017
Risikofeld Risiken aus dem Portfolio Nach demWWS Herford-Bewertungsschema han- delt es sich hier um nicht wesentliche Risiken. Eine plötzliche und unerwartete Verschlechterung der baulichen Substanz wird als technisches Risiko bezeichnet. Tritt ein solches Risiko ein, können un- geplante Instandhaltungsaufwendungen anfallen. Um das Risiko zu minimieren, finden regelmäßig Bestandsbegehungen durch qualifizierte interne und/ oder externe Techniker statt. Der Abwendung von konkreten Gefahren für Leib und Leben wird durch regelmäßige Verkehrssicherheitsprüfungen höchste Priorität beigemessen. Die Verschlechterung des ökonomischen Umfelds, veränderte Vorlieben der Kunden in Bezug auf den nachgefragtenWohnungstyp und verstärkterWett- bewerb können zu Nachfragerisiken führen. Diese Risiken können sich generell in reduzierter Nach- frage nachWohnraumoder in reduzierter Nachfrage nach einem bestimmtenWohnungstyp äußern. Die WWS Herford ist in der Lage, auf Veränderungen im Nachfrageverhalten der Kunden bei Bedarf auch kurzfristig einzugehen. Die Weiterentwicklung des Bestandes wird durch langfristig orientierte Bewirt- schaftungskonzepte gewährleistet. Die aktuellen energetischen Standards bei Gebäu- desanierungen kommen den Mieterinnen und Mie- tern der WWS in Form geringerer Heizkosten zu Gute. Für die Gesellschaft stellt es jedoch ein Pro- blem dar, dass die Modernisierungskosten nicht ge- nerell in voller Höhe durch Mieterhöhungen finanziert werden können. Insbesondere die Gruppe der Bezieher von Kosten der Unterkunft hat einen bestimmten Satz fürWohnraum zur Verfügung. Die Verhandlungen zwischen dem Kreis Herford und den kreisangehörigen Kommunen zur Erstellung eines schlüssigen Konzeptes konnten im Jahr 2017 zum Abschluss gebracht werden. Im Rahmen des Konzeptes ermöglicht ein neu eingeführter „Klima- bonus“ limitierte Erhöhungen der Kaltmiete bei energetisch sanierten Häusern als Zuschlag zu den angemessenen Kosten. 36 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 Basis für das bestehende Compliance Management System (CMS) der WWS Herford. Im Rahmen des CMS bestehen als organisatorische Maßnahme bei der Auftragsvergabe eine klare Funktionstrennung und eine Einbeziehung des Compliance-Managers bzw. der Geschäftsleitung. Alle Mitarbeiter/-innen der WWS Herford werden regelmäßig in Compli- ance-Sachverhalten geschult. 3.3.2 Risikozone Immobilienrisiken RisikofeldModernisierungs-/ Instandhaltungsrisiken Nach demWWS Herford-Bewertungsschema han- delt es sich hier um nicht wesentliche Risiken. Modernisierungs- und Instandhaltungsrisiken bein- halten im Wesentlichen veränderte Gesetzgebun- gen bzw.Verordnungen zumThema Verkehrssicher- heit oder vergleichbare Auflagen z. B. zur Energieef- fizienz. Soweit rechtzeitig bekannt, werden die ent- sprechenden Änderungenmit ihrenmonetären Aus- wirkungen in der Wirtschaftsplanung erfasst und durch die zuständigen Gremien genehmigt. Sofern unvorhergesehene Risiken der Verkehrssicherheit auftreten, werden umgehend Maßnahmen ergrif- fen, um das Risiko abzuwenden oder zu mildern. Risikofeld Technische Bewirtschaftung Nach demWWS Herford-Bewertungsschema han- delt es sich hier um nicht wesentliche Risiken. Risiken imBereich der technischen Bewirtschaftung von Immobilien ergeben sich imWesentlichen aus: – der technischen Bestandsstruktur der Immobilien – der Einhaltung von Brandschutzauflagen und an- deren behördlichen Auflagen – der Einhaltung des Bauordnungsrechts – der Ausführung vonVerkehrssicherungsleistungen. Um Risiken in der technischen Bewirtschaftung engegenzuwirken bzw. diese zuminimieren, wird die WWS Herford weiterhin verstärkt auf die Bünde- lung und Standardisierung von Leistungen, die Opti- mierung von Prozessen sowie einem integrierten Dienstleistungsmanagement hinwirken.
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