WWS Geschäftsbericht 2019
In einer einheitlichen Systematik eines Risikokata- loges – getrennt nach Risikozonen und Risikofel- dern – werden die Risiken ermittelt und bewertet. Der Risikokatalog umfasst sowohl strategische als auch operative Risiken. Zwecks Konkretisierung und Priorisierung werden in der WWS Herford die Risi- ken hinsichtlich Schadensausmaß und Eintritts- wahrscheinlichkeit bewertet bzw. eingeschätzt. Als Bezugsgröße für die Bewertung bzw. Einschätzung des Schadensausmaßes eines Risikos dient fast aus- schließlich unter Berücksichtigung des vorliegen- den Geschäftsmodells die Liquiditätsauswirkung. In den Fällen, in denen ein Risiko keine direkte Liquidi- tätsauswirkung hat, wird auf den Ergebniseffekt abgestellt. Die Bewertung bzw. Einschätzung be- zieht sich in diesen Fällen auf Abweichungen vom geplanten Ergebnis des vom Aufsichtsrat verab- schiedeten Wirtschaftsplans. In der WWS Herford wird zur Bewertung der Risiken eine Bewertungs- matrix herangezogen, die in einem Ampelsystem (rot, gelb, grün) die einzelnen Risikomeldungen mit ihren gewichteten Erwartungswerten (Auswirkung gewichtet mit der Eintrittswahrscheinlichkeit) ein- gruppiert. 3.2 Gesamteinschätzung der Risiken und Chancen Im Nachfolgenden erläutern wir zunächst allge- meine Risikosachverhalte wie „Makroökonomische Risiken“ und„Marktbezogene Risiken“. Danach gehen wir aus den insgesamt ermittelten Risiken auf die, aus Sicht der Gesellschaft, besonders relevanten Risiken und deren Steuerungsmaßnahmen ein. Ins- gesamt sieht die Geschäftsführung für die Geschäfts- jahre 2019, 2020 und 2021 keine bestandsgefähr- denden Risiken für dieWWS Herford. 3.2.1 Makroökonomische Risiken Der Immobilienmarkt in Deutschland wird von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung beein- flusst und unterliegt damit sowohl binnen- wie auch außenwirtschaftlichen Risikofaktoren. DieWWS Her- ford kann sich davon nicht abkoppeln. Die Konjunktur in Deutschland wird derzeit durch die robuste Bin- nennachfrage gefördert. Für Deutschland und den Euroraumbestehen jedoch außenwirtschaftliche Ri- siken insbesondere im nachlassenden Wachstum unter anderem der Schwellenländer, einem Rück- gang des Welthandels sowie anhaltenden geopoli- tischen Spannungen. Zudem ist die wirtschaftliche 33 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 3. Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikomanagement Die Konzernholding HVV Herforder Versorgungs- und Verkehrs-Beteiligungs-GmbH (HVV) verfügt über ein konzernweites Risikomanagementsystem (RMS). Wichtiger Bestandteil des RMS ist das kon- zernweite Risikofrüherkennungssystem. Das System wird durch das IT-Tool „RISK Manager“ unterstützt. Die Koordination und Überwachung des Gesamt- systems, die Organisation der Ablaufprozesse sowie die Instrumentenverantwortung für das einge- setzte IT-Tool obliegen dem Bereich „Risikomanage- ment“ der HVV. Diese implementierte Organisa- tionsstruktur ermöglicht ein einheitliches, nachvoll- ziehbares, systematisches und permanentes Vorge- hen. Damit sind die Voraussetzungen zur Identifi- kation, Analyse, Bewertung, Steuerung, Dokumen- tation, Kommunikation und Historisierung von Risiken geschaffen. Dieses System erfüllt die recht- lichen Rahmenbedingungen. Die Ergebnisse der jährlich durch die Geschäfts- leitung der WWS Herford durchgeführten Risiko- inventuren werden an die Aufsichtsgremien berich- tet. Ergänzend werden zwischen der Geschäfts- führung und dem Risikomanagement der HVV die Bewertung und Steuerung der erkannten Risiken diskutiert und, sofern notwendig, Änderungen be- schlossen und umgesetzt. Neben den quartalswei- sen Risikoberichten an den Aufsichtsrat der WWS Herford besteht anlassbezogen für gravierende Ri- siken eine sofortige Benachrichtigungspflicht. Die Basis aller Berichterstattungen sind die Risikoin- venturen, deren einheitliches, nachvollziehbares, systemati-sches und permanentes Vorgehen auf folgenden Bewertungsinhalten und -schemata für Risiken fußt.
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