WWS Geschäftsbericht 2017

In einer einheitlichen Systematik eines Risikokatalo- ges – getrennt nach Risikozonen und Risikofeldern – werden die Risiken ermittelt und bewertet. Der Risikokatalog umfasst sowohl strategische als auch operative Risiken. Zwecks Konkretisierung und Prio- risierung werden in der WWS Herford die Risiken hinsichtlich Schadensausmaß und Eintrittswahr- scheinlichkeit bewertet bzw. eingeschätzt. Als Be- zugsgröße für die Bewertung bzw. Einschätzung des Schadensausmaßes eines Risikos dient fast aus- schließlich unter Berücksichtigung des vorliegenden Geschäftsmodells die Liquiditätsauswirkung. In den Fällen, in denen ein Risiko keine direkte Liquiditäts- auswirkung hat, wird auf den Ergebniseffekt abge- stellt. Die Bewertung bzw. Einschätzung bezieht sich in diesen Fällen auf Abweichungen vom geplanten Ergebnis des vomAufsichtsrat verabschiedetenWirt- schaftsplans. In der WWS Herford wird zur Bewer- tung der Risiken eine Bewertungsmatrix heran- gezogen, die in einem Ampelsystem (rot, gelb, grün) die einzelnen Risikomeldungen mit ihren gewichte- ten Erwartungswerten (Auswirkung gewichtet mit der Eintrittswahrscheinlichkeit) eingruppiert. 3.2 Gesamteinschätzung der Risiken und Chancen Im Nachfolgenden erläutern wir zunächst allge- meine Risikosachverhalte wie „Makroökonomische Risiken“ und„Marktbezogene Risiken“. Danach gehen wir aus den insgesamt ermittelten Risiken auf die, aus Sicht der Gesellschaft, besonders relevanten Risiken und deren Steuerungsmaßnahmen ein. Ins- gesamt sieht die Geschäftsführung für die Geschäfts- jahre 2016, 2017 und 2018 keine bestandsgefähr- denden Risiken für dieWWS Herford. 3.2.1 Makroökonomische Risiken Der Immobilienmarkt in Deutschland wird von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung beein- flusst und unterliegt damit sowohl binnen- wie auch außenwirtschaftlichen Risikofaktoren. DieWWS Her- ford kann sich davon nicht abkoppeln. Die Konjunktur in Deutschland wird derzeit durch die robuste Bin- nennachfrage gefördert. Für Deutschland und den Euroraum bestehen jedoch außenwirtschaftliche Risiken insbesondere im nachlassenden Wachstum unter anderemder Schwellenländer, einemRückgang desWelthandels sowie anhaltenden geopolitischen Spannungen. Zudem ist die wirtschaftliche Erholung 34 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 3. Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikomanagement Die Konzernholding HVV Herforder Versorgungs- und Verkehrs-Beteiligungs-GmbH (HVV) verfügt über ein konzernweites Risikomanagementsystem (RMS). Wichtiger Bestandteil des RMS ist das konzernweite Risikofrüherkennungssystem. Das System wird durch das IT-Tool „RISK Manager“ un- terstützt. Die Koordination und Überwachung des Gesamtsystems, die Organisation der Ablauf- prozesse sowie die Instrumentenverantwortung für das eingesetzte IT-Tool obliegen dem Bereich „Risikomanagement“ der HVV. Diese implemen- tierte Organisationsstruktur ermöglicht ein ein- heitliches, nachvollziehbares, systematisches und permanentes Vorgehen. Damit sind die Vorausset- zungen zur Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Historisierung von Risiken geschaffen. Dieses Sys- tem erfüllt die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Ergebnisse der jährlich durch die Geschäftslei- tung derWWS Herford durchgeführten Risikoinven- turen werden an die Aufsichtsgremien berichtet. Ergänzend werden zwischen der Geschäftsführung und dem Risikomanagement die Bewertung und Steuerung der erkannten Risiken diskutiert und, sofern notwendig, Änderungen beschlossen und umgesetzt. Neben den quartalsweisen Risikoberich- ten an den Aufsichtsrat der WWS Herford besteht anlassbezogen für gravierende Risiken eine sofortige Benachrichtigungspflicht. Die Basis aller Bericht- erstattungen sind die Risikoinventuren, deren ein- heitliches, nachvollziehbares, systematisches und permanentes Vorgehen auf folgenden Bewertungs- inhalten und -schemata für Risiken fußt.

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