WWS Geschäftsbericht 2020
Risikofeld Risiken aus dem Portfolio Nach dem WWS Herford-Bewertungsschema han- delt es sich hier um nicht wesentliche Risiken. Eine plötzliche und unerwartete Verschlechterung der baulichen Substanz wird als technisches Risiko bezeichnet. Tritt ein solches Risiko ein, können un- geplante Instandhaltungsaufwendungen anfallen. Um das Risiko zu minimieren, finden regelmäßig Bestandsbegehungen durch qualifizierte interne und/oder externe Techniker statt. Der Abwendung von konkreten Gefahren für Leib und Leben wird durch regelmäßige Verkehrssicherheitsprüfungen höchste Priorität beigemessen. Die Verschlechterung des ökonomischen Umfelds, veränderte Vorlieben der Kunden in Bezug auf den nachgefragtenWohnungstyp und verstärkter Wett- bewerb können zu Nachfragerisiken führen. Diese Risiken können sich generell in reduzierter Nach- frage nachWohnraumoder in reduzierter Nachfrage nach einem bestimmtenWohnungstyp äußern. Die WWS Herford ist in der Lage, auf Veränderungen im Nachfrageverhalten der Kunden bei Bedarf auch kurzfristig einzugehen. Die Weiterentwicklung des Bestandes wird durch langfristig orientierte Bewirt- schaftungskonzepte gewährleistet. Die aktuellen energetischen Standards bei Gebäu- desanierungen kommen den Mieterinnen und Mietern der WWS Herford in Form geringerer Heiz- kosten zu Gute. Für die Gesellschaft stellt es jedoch ein Problem dar, dass die Modernisierungskosten nicht generell in voller Höhe durchMieterhöhungen finanziert werden können. Insbesondere die Gruppe der Bezieher von Kosten der Unterkunft hat einen bestimmten Satz für Wohnraum zur Verfügung. Im Rahmen des seit 2017 geltenden schlüssigen Kon- zeptes ermöglicht ein neu eingeführter „Klima- bonus“ eine limitierte Erhöhung der Kaltmiete bei energetisch sanierten Häusern als Zuschlag zu den angemessenen Kosten. Im Zuge der Gesetzgebung zum Klimaschutz wur- de im Jahr 2019 eine im Zeitverlauf zunehmende Bepreisung des CO 2 -Ausstoßes beschlossen. Diese CO 2 -Abgabe wird zu erheblichen Belastungen der Mieter und der WWS Herford führen, wenn es nicht mittelfristig gelingt, den Immobilienbestand der WWS Herford weitestgehend klimaneutral zu mo- dernisieren. 36 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 ment System (CMS) der WWS Herford. Im Rah- men des CMS bestehen als organisatorische Maßnahme bei der Auftragsvergabe eine klare Funktionstrennung und eine Einbeziehung des Compliance-Managers bzw. der Geschäftsleitung. Alle Mitarbeiter/-innen der WWS Herford wer- den regelmäßig in Compliance-Sachverhalten ge- schult. Im Rahmen des CMS hat die Geschäfts- führung eine interne Revision durch einen externen Dienstleister eingerichtet. In einer mehrjährigen Prüfungsplanung deckt die Innen- revision wesentliche Risikofelder ab. 3.3.2 Risikozone Immobilienrisiken Risikofeld Modernisierungs-/ Instandhaltungsrisiken Nach dem WWS Herford-Bewertungsschema han- delt es sich hier um nicht wesentliche Risiken. Modernisierungs- und Instandhaltungsrisiken be- inhalten imWesentlichen veränderte Gesetzgebun- gen bzw. Verordnungen zumThema Verkehrssicher- heit oder vergleichbare Auflagen z. B. zur Energie- effizienz. Soweit rechtzeitig bekannt, werden die ent- sprechenden Änderungenmit ihrenmonetären Aus- wirkungen in der Wirtschaftsplanung erfasst und durch die zuständigen Gremien genehmigt. Sofern unvorhergesehene Risiken der Verkehrssicherheit auftreten, werden umgehend Maßnahmen ergrif- fen, um das Risiko abzuwenden oder zu mildern. Risikofeld Technische Bewirtschaftung Nach dem WWS Herford-Bewertungsschema han- delt es sich hier um nicht wesentliche Risiken. Risiken im Bereich der technischen Bewirtschaftung von Immobilien ergeben sich imWesentlichen aus: – der technischen Bestandsstruktur der Immobilien – der Einhaltung von Brandschutzauflagen und anderen behördlichen Auflagen – der Einhaltung des Bauordnungsrechts – der Ausführung von Verkehrssicherungs- leistungen. Um Risiken in der technischen Bewirtschaftung ent- gegenzuwirken bzw. diese zu minimieren, wird die WWS Herford weiterhin verstärkt auf die Bün- delung und Standardisierung von Leistungen, die Optimierung von Prozessen sowie auf ein integrier- tes Dienstleistungsmanagement hinwirken. Um die Digitalisierung und Optimierung der technischen Prozesse zu unterstützen, wurde in den Jahren 2017/ 2018 die Software Mevivo eingeführt.
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