WWS Geschäftsbericht 2019

Die Vermietungsquote zum 31.12.2019 beträgt 99,2 Prozent. In Tabelle 1 ist die Entwicklung der Leerstandsquote (nicht vermieteteWohnungen und Gewerbeobjekte/Gesamtbestand) nachzuvollzie- hen. In Tabelle 2 ist die Entwicklung der Fluktuation (An- zahl der Kündigungen/Gesamtbestand) nachzu- vollziehen. Die sonstigen betrieblichen Erträge (1.019 T € ; Vor- jahr 1.110 T € ) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Grundstücksverkäufen (274 T € ; Vorjahr 50 T € ), Erträge aus Versicherungserstattungen (264 T € ;Vor- jahr 369T € ) und Erträge aus Kostenweiterberech- nungen (224 T € ; 152 T € ). Die Abnahme des Material- aufwandes (8.372 T € ;Vorjahr 8.537 T € ) ist imWesent- lichen durch den Rückgang der Instandhaltungs- aufwendungen um 266 T € auf 3.096 T € zu erklären. In Tabelle 3 ist die Entwicklung der Kosten für die qualitative Bestandspflege (Instandhaltung, Mo- dernisierung) nachzuvollziehen. Die Zinsaufwendungen (1.148 T € ; imVorjahr 1.298 T € ) liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau, da es gelungen ist, das niedrige Zinsniveau für Neu- und Anschlussfinanzierungen zu nutzen. Das Jahresergebnis liegt mit einem Jahresüber- schuss in Höhe von 2.578 T € um 273 T € über dem Vorjahresergebnis (2.305 T € ). 27 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 dürften im Geschosswohnungsbau mehr Miet- wohnungen als Eigentumswohnungen fertigge- stellt werden. Eine Entwicklung, die sich bei den Baugenehmigungen bereits seit 2016 abzeichnet. Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses der WWS Herford Die langfristige Unternehmensstrategie der WWS Herford Agenda HerfordWohnen wurde im Septem- ber 2008 durch den Rat der Hansestadt Herford beschlossen. Im Rahmen dieser Agenda wird das Wohnungsangebot durch gezielte Investitions- und Modernisierungsmaßnahmen deutlich aufge- wertet. Im Zusammenspiel mitWerbemaßnahmen wird die Stellung auf dem lokalen Markt konti- nuierlich ausgebaut, so dass die Ertragskraft der WWS Herford durch sinkende Leerstände und ein höheres Mietniveau nachhaltig gesteigert wird. Die Umsatzerlöse haben sich imGeschäftsjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 538 T € auf 20.345 T € (im Vorjahr: 19.807 T € ) erhöht. Von den Umsatzer- lösen entfielen 19.608 T € (imVorjahr 19.040 T € ) auf die Hausbewirtschaftung, 571 T € (imVorjahr 600 T € ) auf die Betreuungstätigkeit und 166 T € (im Vorjahr 167 T € ) auf andere Lieferungen und Leistungen. Von den Erlösen aus Betreuungstätigkeit entfielen im Jahr 2019 auf die FM-/Verwaltungstätigkeit für Dritte 250 T € (Vorjahr 245 T € ) und auf den Bereich Wohnraumbschaffung für Flüchtlinge 321 T € (Vor- jahr 355 T € ). 26 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 Insgesamt kann bei einemGenehmigungsvolumen von rund 351.000 Wohnungen im Jahr 2018 davon ausgegangen werden, dass etwa 181.000 dieser neu genehmigten Wohnungen zur Vermietung zur Verfügung stehen. Dabei wird berücksichtigt, dass auch von den neu genehmigten Ein- und Zweifa- milienhäusern sowie von den Eigentumswohnun- gen ein Teil vermietet wird, die in Wohnheimen erstellten Wohnungen vollständig sowie ein Groß- teil der durch Maßnahmen im Bestand erstellten Wohneinheiten den Mietwohnungen zuzurechnen sind. Die konjunkturellen Eckpfeiler für den Wohnungs- bau bleiben auch 2020 weiterhin positiv: Eine hohe Erwerbstätigkeit, reale Einkommenszuwächse, an- haltend günstige Finanzierungsbedingungen sowie eine weiterhin hohe Zuwanderung in die Ballungs- gebiete sorgen für solide Neubaunachfrage in den größten Städten und zunehmend auch ihrem Um- land. Allerdings fällt die Dynamik dieser Impulse schwächer aus als in den Boomjahren. So ist 2020 mit einem hohen, aber leicht rückläufigen Geneh- migungsvolumen im Wohnungsbau von 349.000 Wohneinheiten auszugehen. Dies entspricht einem Rückgang von 0,6 Prozent. Baufertigstellungen steigen 2020 moderat auf etwa 308.000Wohneinheiten. Die hohe Zahl an Baugenehmigungen sowie der wachsende Bauüberhang bewirken, dass die Zahl der Baufertigstellungen auch in den nächsten Jah- ren deutlich aufwärtsgerichtet sein wird. Im Jahr 2019 werden erstmals seit langem fast 300.000 Wohnungen fertig gestellt worden sein. Damit ist die Zahl der neu errichteten Wohnungen im Ver- gleich zumVorjahr um 4,1 Prozent gestiegen. Im lau- fenden Jahr 2020 ist mit einem erneuten Zuwachs um etwa 3,0 Prozent auf rund 308.000Wohnungen zu rechnen. Dieser Anstieg wird weiterhin schwer- punktmäßig von einer Ausweitung des Mietwoh- nungsbaus getragen werden. Sowohl 2019 als 2020 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2017 in % 0,8 1,4 2,4 1) Leerstandsquote 2019 2018 2017 in % 8,2 9,4 9,7 2) Fluktuationsrate 2019 2018 2017 in €/m²/a 42,58 39,94 37,36 3) Kosten für Instandhaltung und Modernisierung Modernisierungen und Investitionen Den Schwerpunkt des Programms Agenda Herford- Wohnen bildeten in dem Jahr 2019 die umfang- reichen Modernisierungen von zwei Gebäuden in der Bauvereinstraße und einem Gebäude an der Halberstädter Straße. Die WWS Herford hat eine viergruppige Kinder- tagesstätte in der Eichenstraße neu gebaut, die im Jahr 2019 vom Träger in Betrieb genommen wurde. Im Jahr 2019 wurde mit dem Neubau einer fünf- gruppigen Kindertagesstätte begonnen. Die Inbe- triebnahme dieser Einrichtung ist im Februar 2020 erfolgt. Der geplante Baubeginn einer dreigruppi- gen Kindertagesstätte im Frieda-Nadig-Weg wurde auf das Frühjahr 2020 verschoben. Ein weiterer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit war die Modernisierung von Wohnungen und Bä- dern im gesamtenWohnungsbestand.

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